Salben aus Kräutern

meine salbenSelbst hergestellte Heilsalben mit Kraeuteroelen und Bienenwachs

 Selbst hergestellte Heilsalben bieten eine sanfte und oftmals wirksamere Alternative zu kommerziellen Produkten. Sie sind besonders geeignet für Menschen mit empfindlicher oder allergieanfälliger Haut, da Sie die Zutaten selbst bestimmen können und reizauslösende Zusatz- oder Konservierungs-stoffe weglassen bzw. minimieren können.

Ich persönlich verwende zur Herstellung meiner Salben ausschließlich selbst gezogene Kräuteröle und Bienenwachs,  das ich mir direkt beim Imker besorge.

Bienenwachs hat schon von sich aus heilende, reizmindernde Wirkung – unter anderem wegen seines hohen Anteil an Vitaminen und seiner antiseptischen Wirkung.

Die größte Wirkstoffdosis erhalten Sie, wenn Sie „kalte Öle“ ziehen, was ausgesprochen einfach ist.

Was Sie jedoch als erstes brauchen ist: Geduld :-))

Zunächst werden die für die Öle benötigten Kräuter gesammelt, in ein sauberes, gut schließendes Einmachglas gefüllt und mit einem guten Öl übergossen, bis alles Kraut gut bedeckt ist. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es günstig ist, vor dem Schließen  des Gefäßes 10 bis 15 min zu warten ( 😉 Geduld), damit noch enthaltene Luftbläschen entweichen können.
Dann fest verschließen und für ca. 2 – 4 Wochen (Geduld 🙂   )  auf eine sonnige Fensterbank stellen und das Glas täglich einmal schütteln.

Um einen höheren Wirkstoffgehalt zu erzielen, können Sie das Öl nach den ersten 2 Wochen filtern und noch einmal mit frischen Kräutern ansetzen. Insbesondere bei Johanniskrautöl empfiehlt sich diese Vorgehensweise – so erhalten Sie die typische rötliche Färbung (daher auch der Name „Rotöl“) mit der damit verbundenen medizinischen Wirksamkeit.

Sind die Ansätze fertig, filtern Sie das Öl durch ein über eine Schüssel gespanntes Küchenhandtuch oder ein kleines in einen Trichter gespanntes Leinentuch. Vor dem Filtern koche ich die Tücher noch einmal mit Soda, um eventuelle Waschmittel- oder sonstige Rückstände zu entfernen.

Der Öldurchlauf wird einige Zeit in Anspruch nehmen – also haben Sie etwas Geduld 😀 .

Pressen Sie schließlich die Kräuter gründlich aus. Das Öl, in dem keine Pflanzenteile mehr enthalten sein dürfen, wird in dunkle Flaschen (Braunglasflaschen) gefüllt und vor Sonnenlicht geschützt aufbewahrt.

Öle halten etwa 1 Jahr, dann müssen sie aussortiert bzw. ersetzt werden. Vergessen Sie daher auch hier bitte bei der Beschriftung nicht, das Abfülldatum zu vermerken.

Um eine Salbe herzustellen, verwenden Sie am besten die Wasserbad-Methode.

Die Salbenmischung soll niemals direkt mit der Hitzequelle in Kontakt kommen. Benutzen Sie daher einen größeren Topf, in welchem Sie Wasser erhitzen und stellen Sie ein geeignetes Gefäß (Einmachglas) hinein.

Auf 100 ml Kräuteröl verwenden Sie ca 15 g Bienenwachs und sofern vorhanden 2 – 5 Tropfen ätherisches Öl.

Geben Sie das Kräuteröl in das innere Gefäß und rühren Sie nach und nach das geriebene Bienenwachs unter, bis es vollständig geschmolzen ist. Dies wird eine Weile dauern – also 😉   Geduld.

Die Salbe wird im warmen, flüssigen Zustand in ein Glas gefüllt – anschließend erkalten lassen, das Glas verschließen und beschriften.


 

Wichtiger Hinweis:

Die Informationen auf den Seiten von AnimaSonana dienen lediglich zur Information und ersetzen nicht den Gang zum Arzt. (Schwere) Krankheiten können nur durch Konsultation eines Arztes erkannt und behandelt werden.

Die auf unseren Seiten gemachten Aussagen zur traditionellen Anwendung von Kräutern stellen keine Heilangaben dar. Sie liegen außerhalb der gesetzlichen Heilkunde und beruhen lediglich auf Erfahrungen, die über die Jahrhunderte von verschiedensten Heilkundigen, aber auch in der Volksmedizin gesammelt wurden.

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