Kräutertinkturen

DSC06910Herstellung von Tinkturen

Von einer Tinktur spricht man, wenn die medizinisch wirksamen Inhaltsstoffe von Pflanzen auf Alkohol ausgezogen werden.
Man unterscheidet hierbei zwischen einer „einfachen Tinktur“ = tinctura simplex, in der nur eine Pflanze gelöst wird und einer „zusammengesetzten Tinktur“ = tinctura composita, für die man mehrere verschiedene Pflanzen benötigt.

Zur Herstellung einer Tinktur übergießen Sie frische oder getrocknete Kräuter mit hochprozentigem Alkohol – die Pflanzenteile müssen unbedingt vollständig bedeckt sein – und lassen den Ansatz gut verschlossen zwischen 1 und 2 Wochen an einem hellen, warmen Ort ziehen.
Verwenden Sie möglichst hochprozentigen Alkohol, am besten eignet sich 70%iger Weingeist (der Alkohol muß trinkbar sein), aber auch 50%iger Wodka, bzw. ein Gemisch aus beidem ist eine gute, preiswertere Alternative.
Denken Sie bitte daran, dass dickere Pflanzenteile, wie Wurzeln oder Rinde, eine höhere Alkoholkonzentration benötigen als z.B. Blätter oder Blüten.
Als Faustregel gilt: 1 Teil Kräuter auf 5 Teile Alkohol. Möchten Sie in Gramm und Millilitern messen: Verwenden Sie 200 ml Alkohol auf 30 g frische bzw. 15 g getrocknete Droge.
Ist der Auszug fertiggestellt, filtern Sie die Flüssigkeit in ein sauberes Gefäß. Zum Filtern eignen sich sowohl handelsübliche Tee- oder Kaffeefilter, als auch die von mir bevorzugten frisch ausgekochten Leinentücher. Die feuchten Kräuter werden gut ausgepresst und dabei anfallende Flüssigkeit der Tinktur zugesetzt.
Zum Abfüllen und Lagern von Tinkturen eignen sich am besten Braunglasflaschen oder generell lichtundurchlässige Glas- oder Porzellangefäße, die luftdicht schließen. Auch hier bitte keinesfalls die Beschriftung vergessen.
Dank des Alkoholanteils sind Tinkturen, sofern sie richtig gelagert werden sehr lange haltbar.


 

Wichtiger Hinweis:

Die Informationen auf den Seiten von AnimaSonana dienen lediglich zur Information und ersetzen nicht den Gang zum Arzt. (Schwere) Krankheiten können nur durch Konsultation eines Arztes erkannt und behandelt werden.

Die auf unseren Seiten gemachten Aussagen zur traditionellen Anwendung von Kräutern stellen keine Heilangaben dar. Sie liegen außerhalb der gesetzlichen Heilkunde und beruhen lediglich auf Erfahrungen, die über die Jahrhunderte von verschiedensten Heilkundigen, aber auch in der Volksmedizin gesammelt wurden.